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Lerntipps

Letzte Änderung:
02.03.2013

Vokabeln lernen

Beim Erlernen einer Fremdsprache ist es sehr wichtig, sich ein sicheres Fundament an Vokabeln aufzubauen. Hier folgen ein paar Tipps dazu:

1. Lerne täglich Vokabeln in kleinen Blöcken! Das ist viel effektiver als „Gewaltaktionen“ vor einer Schulaufgabe. Ein fester Zeitplan ist dabei hilfreich.
2. Lerne nie länger als ca. 20 Minuten, dann mach erst einmal etwas anderes (andere Hausaufgaben, Erholung…)!
3. Schaffe dir eine angenehme Lernatmosphäre ohne störende Einflüsse (im Garten, auf dem Lieblingssofa, beim Joggen, bei frischer Luft, ohne störende Geschwister, außer Reichweite von Handy, Computer oder Fernseher...)!
4. Wiederhole die alten Vokabeln immer wieder, denn nur so gelangen sie ins Langzeitgedächtnis!
5. Du lernst besonders gut, wenn du genau deine Lücken schließt. Schreibe dir dazu bei der Hausaufgabe und in der Schule alle unbekannten Wörter heraus und lerne sie!
6. Denke dir möglichst immer eine Eselsbrücke aus (je schräger, desto besser) und tausche diese auch mit deinen Freunden! (z.B. audere => klingt wie fränkisch „Audo“ => heißt „wagen“)
7. Lerne alle Vokabeln vom Lateinischen ins Deutsche und vom Deutschen ins Lateinische!


Der Karteikasten (mit fünf Fächern) ist die beste "Lernmaschine". Gelernt wird damit am besten so:
• Neue Kärtchen kommen in Fach 1.
• Fach 1 wird jeden Tag bearbeitet.
• War die Antwort richtig, wandert das Kärtchen in das nächste Fach.
• War die Antwort falsch, bleibt das Kärtchen in Fach 1.
• Alle anderen Fächer werden erst bearbeitet, wenn sie fast voll sind (oder etwas Zeit vergangen ist).
• Alle richtig beantworteten Kärtchen wandern in das nächste Fach.
• Alle falsch beantworteten Kärtchen wandern zurück in Fach 1.

Der Grund dafür hängt mit der Art und Weise zusammen, wie unser Gedächtnis funktioniert. Da jedes Fach (bis auf das erste) erst dann bearbeitet wird, wenn es voll ist, wiederholen wir den Stoff in immer länger werdenden Zeitabständen, denn da die Fächer immer größer werden, dauert es auch immer länger, bis ein Fach mit den vorher richtig beantworteten Karten gefüllt ist.
Dadurch wird der Lernstoff auf den Kärtchen immer dann in unserem Kopf wieder verstärkt, wenn er zu verblassen droht, wenn man sich also nicht mehr so gut an ihn erinnert.

 

Lateinische Merksätze

Merksätze erleichtern das Auswendiglernen von schwierigem oder leicht zu verwechselndem Lernstoff und können die Lernzeit sehr verkürzen.

Wir haben hier einige Merksätze zusammengetragen, die teilweise recht hilfreich sind, teils aber auch zum Schmunzeln anregen.
Solltest du / sollten Sie noch weitere  einprägsame Sprüche kennen (oder erfunden haben), dann freuen wir uns über Anregungen!

1. Präpositionen

a und ab, ex und e, cum und sine, pro und prae – stehen mit dem Ablativ

oder:

ABfelSINE tE CUM PROt (Präpositionen mit dem Ablativ)

oder:

Ablativ bei ab, ex, de,
cum und sine, pro und prae.
Sonst setz den Akkusativ.
in, sub, super - nur die drei,
treten beiden Kasus bei.

2. Futur

Abo, ebo, am, es, et sind Futur, das ist ja nett!

Die -a und die -e,
die wollen ein -b-,
die -i und die -k
fünf -e- und ein -a-.

Ero, eris,
prodero, proderis;
ibo, ibis;
potero, poteris;
und feram, feres noch fix dazu -
das sind die Sonderformen
des Futurs im Nu!

3. "ire"

eo, is, it,
so geh ich Schritt für Schritt,
imus, itis, eunt,
nur wer geht, der bleibt gesund.

4. Imperfekt und Perfekt

ba, ba, ba,
das Imperfekt ist da.
Das Imperfekt sagt, was im Hintergrund war;
das Perfekt aber, was geschah.

5. Passiv

-r, -ris, -tur, -mur, -mini, -ntur:
Hört doch nur – Passiv pur!
-ntur, -mini, -mur, -tur, -ris, -r,
rückwärts ist es auch nicht schwer.

6. Imperfekt Konjunktiv

lauda-re-m – terre-re-m – audi-re-m – quaere-re-m – cape-re-m
Der Konjunktiv Imperfekt ist überhaupt nicht schwer;
er kommt wie ein Infinitiv mit Personalendung daher.

7. Gerund

-ndi, -ndo, -ndum – das ist das Gerundium!

8. Genus

Ein Substantiv, nach o dekliniert,
eine coole Regel mit sich führt:
Hat es am Ende –er oder –us,
man maskulin es beugen muss;
mit -um, so lern es ein für alle Mal,
ist’s dem Genus nach total neutral.
Die Endung –a, das ist nicht schwer,
kommt meist als feminin daher.

9. Neutrum

Neutra gleichen sich alle
im ersten und im vierten Falle.

10. u-Deklination

Exercitus – interitus – metus – manus:
us, us, ui, um, u,
das lernt man gleich im Nu.
us, uum, ibus, us, ibus,
das ist doch ein grandioser Schluss!

11. Genitiv

Viermal vus und tatis einmal,
merk dir das für den zweiten Fall:
Possessivus, Subiectivus,
Obiectivus, Partitivus
und zuletzt noch der auf –tatis,
der Genitivus qualitatis.

12. Pronomina

Unus, solus, totus, ullus
und auch alter und auch nullus
und uterque haben alle
-ius in dem zweiten Falle
und im Dativ enden sie
stets mit einem langen –i.

13. AcI

Wie, wie, wie übersetzt man einen aci?
Das ist doch gar nicht schwer; es muss doch nur ein dass-Satz her.
Der Akkusativ wird Subjekt, das ist ganz wichtig,
der Infinitiv wird das Prädikat, so ist das richtig.

 „se“ heißt „sich“, das ist schon richtig.
Doch merk’s dir gut, denn das ist wichtig:
Im AcI ist das dann nichtig!
Siehst du ein „se“ im AcI,
dann heißt es „er“ und oft auch „sie“!

14. Praedicativum

Substantiv und Adjektiv
sind bisweilen prädikativ.
Beim Übersetzen passt oftmals -
versuch’s doch mal – das Wörtchen „als“.
Das Praedicativum, denk daran,
gibt immer einen Zustand an.

15. "aliquis" / "aliquid"

Nach si, nisi, num, ne, ubi, cum
fällt das kleine „ali“ um.

 



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