Planspiele

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Allgemeines zu Planspielen

Planspiele sind "...komplex gemachte Rollenspiele mit klaren Interessengegensätzen und hohem Entscheidungsdruck." (Hilpert Meyer, Unterrichtsmethoden II, Frankfurt a.M. 1987, 366)

Charakteristika des Planspiels: Planspiele haben als Simulationsspiele Modellcharakter. Deshalb gilt:

  •     Reduktion auf einzelne Daten, Strukturen, Handlungsabläufe
  •     Auswahl relevanter Entscheidungsprozesse
  •     Entscheidungen innerhalb der Gruppe, zwischen den Konfliktparteien, über den Konflikt hinaus
  •     Entscheidungen lösen Reaktionen aus, die wiederum flexibles Reagieren erfordern
  •     Analyse von Problemen, Abwägen von Alternativen, Entwicklung von Strategien, Treffen von Entscheidungen

Die für den Spielprozess notwendigen Kenntnisse erwerben die Lernenden entweder während des Spielablaufs. Dann müssen Phasen der Wissensvermittlung in den Spielprozess integriert werden. Oder das Planspiel ist die handlungsorientierte Anwendung und Einübung des vorher aufgearbeiteten Wissens.
Lernziele des Planspiels:

  •     Erlernen komplexer Zusammenhänge, "gefahrlose" Erprobung von Wissen und Fähigkeiten
  •     Praxisbezug, Weckung oder Verstärkung sachbezogener Interessen
  •     Aufzeigen von Konfliktfeldern, Transparenz von Entscheidungsprozessen
  •     Erfahrung rollenabhängiger Interessenperspektiven und systembedingter Entscheidungszwänge
  •     Entwicklung von Handlungsstrategien, Fähigkeit zum Taktieren und Kooperieren
  •     Erhöhung der Fähigkeit zur Kommunikation und Teamarbeit

aus: Peter Massing, Handlungsorientierter Politikunterricht, Schwalbach 1998, 34
verändert nach: Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen, Planspiel - eine allgemeine didaktische Einführung, Esslingen 2015