SCHUL/BANKER

Einmal selbst Banker sein, eine Bank verantwortlich führen und im Team eine Vielzahl der Entscheidungen treffen, die auch in der Realität vom Management einer Bank getroffen werden - das erleben Schülerinnen und Schüler bei SCHUL/BANKER - dem Bankenplanspiel des Bundesverbandes deutscher Banken.

„DBG-Commerce“ qualifiziert sich für das Bundesfinale in Berlin 2019

Zum dritten Mal in den letzten fünf Jahren gelang es einer Gruppe aus dem P-Seminar „Wirtschaftliche Planspiele“ sich für das in Berlin stattfindende Bundesfinale zu qualifizieren. Dort gilt es dann gegen die 19 anderen qualifizierten Gruppen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz anzutreten und sich in erneut sechs Spielrunden zu bewähren.
 

Zuvor muss man sich allerdings erst einmal in der Vorrunde qualifizieren, wo man dieses Jahr in jedem Spielbereich gegen circa 40 andere Spielgruppen antreten musste und auch über sechs Geschäftsjahre eine Bank möglichst erfolgreich führen soll. Insgesamt nahmen vier Spielgruppen aus dem P-Seminar an dem Planspiel teil und am Ende der 5. Spielrunde hatten alle noch Chancen auf eine Teilnahme am Bundesfinale, denn sie waren in ihren jeweiligen Spielbereichen ganz vorne mit dabei.

Die Gruppe DGB-Commerce, bestehend aus der Team-Leiterin Mirjam Fischer sowie Elena Gierling, Muhammed Türk und David Zoll, hatte mehrere Runden lang die Spitzenposition in ihrem Bereich inne, bevor ein zum Glück nur kleiner Notkredit dafür sorgte, dass sie in Runde fünf den Spitzenplatz verloren. Dank aktiver Marketingmaßnahmen und geschickter Geschäftspolitik lagen sie am Ende der letzten Spielrunde wieder deutlich vor ihren Mitbewerbern und qualifizierten sich für das Bundesfinale in Berlin.

Der deutsche Bankenverband übernimmt für die Finalteilnehmer alle Kosten und so reisten am Samstag, den 30. März, alle vier früh morgens mit dem ICE nach Berlin, um dort mit bahnüblicher Verspätung anzukommen. Vor der Vorstellungsrunde blieb keine Zeit mehr zum Umziehen und schon waren sie mittendrin im Finale. Am Samstag wurden bis in den späten Abend drei Spielrunden gespielt und zwischendurch gab es nette, von Profis organisierte, Freizeitspiele. Erst um 21.30 Uhr endete das offizielle Programm und erst jetzt konnte man das Hotel genießen.

Dieses Hotel Oderberger ist ein in gewisser Weise spektakuläres Hotel am Prenzlauer Berg, also mitten in Berlin in der Nähe der ehemaligen Mauer auf Ostberliner Seite gelegen. Ursprünglich war es ein Stadtbad für die dort wohnende Bevölkerung und wurde zu einer Zeit gebaut als der normale Berliner noch kein Bad und wohl meist auch kein eigenes WC in seiner Wohnung hatte. Nach der Wende wurde es von der Familie Oderberger zum Hotel mit einem ganz eigenen Flair umgebaut. Die große Schwimmhalle ist noch erhalten und kann von Hotelgästen, aber auch von allen anderen, besucht werden. Bei Festveranstaltungen, wie unserer Schlussveranstaltung, wird das Becken mit Holzplatten und Planen abgedeckt und die große Schwimmhalle verwandelt sich in einen Festsaal. Auch in den Zimmern und Tagungsräumen sind teilweise alte Stadtbadelemente erhalten. In der modernen Schiebetür mit Verglasung zum Waschraum ist in einigen Zimmern die alte Tür eingebaut und die verschiedenen Farbschichten aus den unterschiedlichen Jahrzehnten sind sichtbar, alte Badekacheln und Rohrleitungen sind in ansonsten topmodernen Tagungszimmern zu sehen, der Kofferständer und die Kleiderhaken sind aus der alten Zeit und auch der Frühstücksraum bzw. das Restaurant sind im ehemaligen Kesselhaus untergebracht und äußerst stimmig in die alten Mauern integriert. Etwas schwierig gestaltet sich wegen dieser alten, oft verwinkelten Gänge und Treppenhäuser die Orientierung in dem Gebäude, aber zum Teil macht das genau seinen Reiz aus.

Auch am Sonntag standen dann weitere Spielrunden an und zwischendurch gab es am Nachmittag eine zweistündige Stadtrundfahrt zu einigen der vielen Highlights von Berlin, z. B dem Brandenburger Tor, Siegessäule, Reichstag, Denkmal für die Juden, Mauerreste, Schuldenuhr etc., wobei immer wieder aus den Bussen ausgestiegen wurde, um es auch wirklich kurz besichtigen zu können. Danach gab es noch eine letzte Spielrunde und dann war Freizeit angesagt und warten auf die Preisverleihungsfeier am Montag. Da an diesem Tag die Berliner Verkehrsbetriebe streikten, herrschte schon von Morgen an eine gewisse Spannung, ob die Fahrt mit dem Taxi zum Bahnhof wirklich klappen würde. Die Preisverleihungsfeier begann dann auch mit über einer Stunde Verspätung, da der Präsident des österreichischen Bankenverbandes, der Festredner der Veranstaltung, im Verkehrschaos zwischen Flughafen und Hotel steckenblieb.

Einen der drei vorderen Preisränge haben wir nicht erreicht, eine lohnenswerte Veranstaltung war das Bundesfinale mit all den Events dennoch auf alle Fälle. Das bestellte Taxi anstelle der Trambahn kam entgegen unserer Erwartungen super pünktlich und auch die Deutsche Bahn war auf der Heimfahrt besser als ihr Ruf. So kamen wir ziemlich müde angesichts der kurzen Nächte um 21.00 Uhr in Nürnberg am Hauptbahnhof an und durften am Dienstag wieder in die Schule, ob Lehrer oder Schüler.


Hermann Bähr, Leiter des P-Seminars „Wirtschaftlich Planspiele“

Berichte

Vom Schüler zum Bankvorstand

Auch dieses Schuljahr wieder erhalten Schüler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Organisation des Bundesverbandes deutscher Banken die Möglichkeit, durch eine Beteiligung am komplexen Planspiel „Schulbanker“ praktische Erfahrungen über die Funktionsweise unserer Marktwirtschaft zu sammeln. Als eines von insgesamt 745 gegeneinander antretenden Teams trifft der Bankvorstand der virtuellen Bank „DBG Commerce“ unter Leitung der Schüler Mirjam Fischer, David Zoll und Muhammed Türk aus Oberasbach wichtige Managemententscheidungen, durch welche sie das Behaupten ihrer Bank auf dem Markt sicherstellen. Unter anderem durch klug gesetzte Preise und Zinssätze und unter Abwägung anfallender Kosten versuchen sie ihre Bank möglichst stark wachsen zu lassen und somit als eines von nur zwanzig Teams in das Finale des Planspiels einzuziehen.

Fischer, M. (2019)

 

Schulbanker - Das Bankenplanspiel

Oberasbach – Im P-Seminar „Wirtschaftliche Planspiele“ des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium beschäftigen sich die Schüler und Schülerinnen der elften Jahrgangsstufe gerade mit dem Schulbanker-Bankenplanspiel.
In diesem Planspiel müssen je drei bis vier Schüler und Schülerinnen gemeinsam eine virtuelle Bank führen und sich mit Hilfe ihrer wirtschaftlichen Fähigkeiten gegen 39 andere Gruppen durchsetzen. Es sollen vor allem die Fertigkeiten in Sachen Sparen, Online Banking, Werbung, aber auch der Konkurrenzbeobachtung gestärkt werden, um die Jugendlichen so gut wie möglich auf ihr späteres Berufsleben vorzubereiten. Entscheidend ist dabei auch, ihnen ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie eine Marktwirtschaft und Wettbewerb funktionieren. Und wer am Ende am besten gewirtschaftet hat, darf zum Finale in Berlin 2019 fahren.

Elena Gierling, Tim Lederer, Elias Lauterbach (2019)

 

Planspiel – Schulbanker: HPVB-Bank

Unter dem Namen Schulbanker läuft dieses Jahr wieder eines der größten Wirtschafts-Planspiele im deutschsprachigen Raum. Auch das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium nimmt im Rahmen des P-Seminars „Wirtschaftliche Planspiele“, unter Leitung von Herrn Bähr wieder teil.
Der Bundesverband deutscher Banken ermöglicht den Schülern somit den Alltag als Manager einer Bank selbst zu erleben und die Leitung der eigenen Bank zu übernehmen.
Mit einem ausführlichen Informationsstand in der Aula informierte die Gruppe HPVB-Bank ihre Mitschüler über die wirtschaftlichen Entscheidungen, welche im Rahmen des Spiels getroffen werden müssen sowie den allgemeinen Ablauf des Bankenplanspiels „Schulbanker“.
In der aktuellen Wertung liegt unsere Gruppe zurzeit auf Platz zwei und hofft noch auf eine Teilnahme am Finale in Berlin.

Niklas Vogel, Dennis Pickl, Patrick Homm und Luca Barth (2019)