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Austausch 11 / 12

Letzte Änderung:
06.10.2012

Allem Aberglauben zum Trotz war auch der 13. Austausch mit dem Liceum VI in Gdynia ein voller Erfolg! Im Folgenden der Bericht einer Teilnehmerin...

Die Reise nach Gdynia



Nach je 2 Nachmittagen Polnischkurs und Landeskunde war es am Samstag, den 21.04.12 endlich soweit! Wir fuhren morgens um 9 (als kleine Gruppe von nur 12 Teilnehmern und 2 Lehrern) am Nürnberger Hauptbahnhof mit dem Zug in Richtung Gdynia ab!
Nach ca. 13 mehr oder minder langen Stunden sahen wir endlich unsere Austauschpartner wieder, die im September schon für eine Woche bei uns gewesen waren. Nachdem wir auch von dem Rest der Familie herzlich empfangen wurden, ging jeder in sein Zuhause für die nächsten 7 Tage. Da wir alle von der Zugfahrt erschöpft waren, gingen wir nach einem gemütlichen Abendessen und Beisammensein auch schon ins Bett.
Am nächsten Tag konnten die meisten zum Glück ausschlafen. Denn das war der Tag, den man in den Familien verbrachte und an dem man somit die Möglichkeit hatte, diese besser kennen zu lernen. Deswegen gestaltete jeder seinen Tag anders, z.B. auf der Halbinsel Hel oder bei einer Radtour beim Strand.
Am Abend gab es dann im Haus eines polnischen Austauschpartners eine Willkommensparty, bei der wir unter anderem über die Erlebnisse des Tages plaudern konnten.
Am Montag ging es schon früh los, denn wir begleiteten unsere Austauschpartner in die Schule (siehe oberes Foto).
Wir hatten drei Schulstunden Zeit, in den polnischen Schulalltag hineinzuschnuppern. Bis auf die Sprache war der Unterricht im Großen und Ganzen auch nicht anders als der in einer deutschen Schule. Bei ein paar Leckereien empfing uns die Direktorin mit Grußworten, übersetzt von der Deutschlehrerin.
Gleich im Anschluss besuchten die deutschen Schüler das „Aquarium“, so etwas wie das polnische Sea-Life, während die polnischen Schüler weiter in der Schule sitzen mussten.
Nach Ende des offiziellen Programms blieben wir als Gruppe zusammen und gingen nach einem Mittagessen im PizzaHut noch bowlen. Den Abend verbrachten wir teilweise gemeinsam in einem Pub.
Der Dienstag war ein Tag mit nicht so erfreulichem Hintergrund. Denn nachdem wir das Konzentrationslager in Stutthof mit Führung in deutscher Sprache besichtigt hatten, fuhren wir auch noch zur Westerplatte bei Danzig und einem Denkmal, das an dem Ort errichtet wurde, wo der 2. Weltkrieg begann. Auf dem Rückweg nach Gdynia machten wir noch Halt beim EM – Stadion, das vom gleichen Architekten wie die Allianz-Arena in München entworfen wurde.
Mit deutschen, polnischen und englischen Liedern erfüllten wir abends am Strand die Luft mit unseren Gesängen.
Am Mittwoch erlebten wir im ehemals deutschen Danzig (polnisch: Gdansk) eine interessante Stadtführung. Wir hatten aber auch freie Zeit, die wir zum Schlendern oder Souvenirs Kaufen nutzten. Der Vormittag endete im Restaurant mit einem typischen polnischen Mittagsessen im 16. Stock eines Hochhauses. Von dort konnte man Danzig super von oben betrachten. Nachdem wir von unseren Austauschpartnern wieder am Bahnhof von Gdynia empfangen worden waren, blieben wir (wie zu unserer Freude eigentlich immer) wieder als Gruppe zusammen. Wir fuhren gleich weiter mit dem Zug in die letzte der drei nah beinanderliegenden Städte, nach Zopot. Dort liefen auf die berühmte Mole und tranken eine heiße oder kalte Schokolade im Schokohaus.
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus nach Malbork, um die Marienburg, eine Burg des Deutschen Ordens zu besichtigen. Nach einer Führung und vielen Bildern kamen wir wieder gegen Nachmittag / Abend in Gdynia an. Gleich im Anschluss gingen viele in den Adventurepark zum Paintball- Spielen, das in Polen bereits ab 16 erlaubt ist. Manche fuhren aber auch ins große Shoppingcenter nach Gdansk, um am Abend wieder am Strand zu landen.
Am Freitag hatten wir eine Stadtführung in Gdynia mit Bootstour durch den Hafen und leckerem Essen im Restaurant, am Abend trafen wir uns bei einem polnischen Schüler zu Hause, um beim Grillen und Karaoke die letzen gemeinsamen Stunden zu genießen. Nachts hieß es dann Kofferpacken, da es Samstag schon früh wieder nach Hause ging.
Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns dann und bedankten uns für den schönen Aufenthalt, bevor wir im überfüllten Zug – die erste Etappe auf dem Gang sitzend – die Heimreise antraten. Ein Glück, dass in Berlin der luxuriöse ICE auf uns wartete!
Sicher wird es für den einen oder anderen nicht das letzte Mal in Gdynia gewesen sein!

H. Bayn (Klasse 10 d)

 

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