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Rund um die Dreistadt...

Letzte Änderung:
25.05.2013



Das Museumsschiff "Dar Pomorza" vor dem markanten, 143 Meter hohen Hochhaus "Sea Towers" in Gdynia


Jahr für Jahr erwarten uns die polnischen Kolleginnen und Kollegen mit einem abwechslungsreichen Programm rund um die Dreistadt Gdynia - Sopot - Gdańsk (Danzig). Dabei steht die gemeinsame Geschichte beider Länder im Vordergrund, aber auch Biologisches kommt nicht zu kurz. Hier ein paar feste Programmpunkte...


Gdynia - okno na świat






Der nördlichste Teil der Dreistadt war bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts nicht mehr als ein kleines kaschubisches Fischerdorf. Erst nachdem Polen 1918 seine Unabhängigkeit und auf Grund des Versailler Vertrages den Zugang zum Meer wiedergewonnen hatte, begann die rasante Entwicklung zur modernen Hafenstadt. Unter Linkwww.gdynia.pl präsentiert man sich als einer der „führenden Ostseehäfen“, „Transportknotenpunkt“ und „Logistikplattform“, „internationales Businesszentrum“ und vor allem als „sonnige Stadt mit Temperament“!


Akwarium Gdynia


In der Nähe des Hafens von Gdynia erhält man im Ozeanographischen Museum auf einer Fläche von 900 m2 einen Einblick in die Fauna der Meere. Farbenfrohe tropische Fische, Quallen, Seepferdchen, Weichtiere, aber auch die Unterwasserwelt der einheimischen Ostsee warten darauf, entdeckt zu werden. Nicht nur versierte Meeresbiologen werden im "Akwarium Gdynia" auf ihre Kosten kommen!

Nähere Informationen unter Linkwww.akwarium.gdynia.pl

 

Impressionen...







Danzig (Gdańsk)






Danzig ist eine Hafen- und ehemalige Hansestadt in Polen. Sie liegt westlich der Weichselmündung in der historischen Landschaft Pommerellen und ist Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern. Die Stadt hat über 450.000 Einwohner und bildet zusammen mit Gdynia (Gdingen) und Sopot (Zoppot) die Trójmiasto (Dreistadt) mit mehr als 740.000 Einwohnern. Im gesamten städtisch geprägten Ballungsraum Danzig leben mehr als 1,2 Millionen Menschen. Im Mittelalter galt Danzig als die reichste Stadt der Welt. Seit 1925 ist die Stadt Sitz des Bistums (seit 1992 Erzbistum) Danzig. Danzigs Name dürfte von der mittelalterlichen Bezeichnung für „gotische Schanze“ abgeleitet sein. Der Wahlspruch der Stadt Danzig lautet: "Nec temere, nec timide" (lat. weder unbesonnen noch furchtsam).

Am 1. September 1939 begann in Danzig gegen 4.30 Uhr morgens mit Schüssen des Panzerschiffs Schleswig-Holstein der Zweite Weltkrieg, "eine Zeit, die sich durch das Heldentum und Leiden der Einwohner der Stadt auszeichnete. Die heroischen Kämpfe auf der Westerplatte und das Märtyrertum der Verteidiger der Polnischen Post eröffneten ein neues, tragisches Kapitel in der Danziger Geschichte. Durch den Krieg und die besonders schweren Befreiungskämpfe wurde Danzig vollkommen zerstört. Der Wiederaufbau, der durch den vollen Einsatz der Einwohner der Stadt unterstützt wurde, dauerte mehrere Jahrzehnte. Danzig entwickelte sich wieder zum größten Ostseehafen und erhielt seinen alten Glanz zurück. Zum zweiten Mal zog die Stadt die Aufmerksamkeit der Welt auf sich, als sie zu einem Synonym für die Freiheitsbestrebungen der Polen wurde."

Quelle: Linkwww.gdansk.pl

 

 

Die Mistel - ein Halbparasit



Viscum album

In der 10. Jahrgangsstufe stehen im Fach Biologie im Ökologie-Teil  Beziehungen zwischen Lebewesen auf dem Programm. Als Besonderheit erscheint in diesem Zusammenhang auch die Mistel (Viscum album), ein Halbschmarotzer (Hemiparasit). Dabei handelt es sich um grüne Pflanzen, die selbst noch Fotosynthese betreiben, die sich aber Wasser und Mineralsalze von ihrer Wirtspflanze besorgen. Diese werden mit so genannten "Wurzelhaustorien" regelrecht angezapft. Die Mistel keimt auf den Ästen bestimmter Bäume als "Epiphyt". Sie breitet sich in Form von Rindenwurzeln im Bast des betroffenen Astes aus und treibt von dort aus "Senker" in das Splintholz.

Während in unseren Breiten Viscum album eher selten zu sehen ist, findet man in Norddeutschland und im Ostseeraum sehr viele davon. Das Foto zeigt einen betroffenen Baum in Danzig.

 

Quelle:

Sitte, P.; Lehrbuch der Botanik für Hochschulen; Spektrum Akd. Verlag; Heidelberg; 34. Auflage; 1999; S.206.

 

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