Grundwissen und Bezüge zu anderen Disziplinen

Grundwissen im Fach Physik

Ein Grundwissenskatalog zum Download kann leicht zu einer trügerischen Sicherheit werden. Grundwissen ist wichtig und nötig, wird aber nur dann gebildet, wenn man sich mit der zugrundeliegenden Materie auch selbst beschäftigt. Die Fachschaft bietet daher auf diesen Seiten bewusst keinen fertigen Katalog an, möchte aber Hinweise geben, wie mit der Thematik zu verfahren ist.

Am sinnvollsten erscheint es, wenn sich SchülerInnen parallel zum Unterricht, etwa bei der Vorbereitung auf eine Schulaufgabe, selbst ein Exzerpt in ein eigenes Heft anfertigen. Exzerpieren meint hier das auszugsweise Zusammenfassen eines Kapitels in eigenen Worten. Vermutlich wird der jeweilige Physiklehrer hierzu auch Hilfestellungen geben. Nur was man selbst wiederholt durchdacht, strukturiert und aufgeschrieben hat, bleibt letztlich auch längerfristig gespeichert. Grundlage für ein solches Exzerpt sollte das Schulheft und das Schulbuch sein.

Darüber hinaus liefern unsere Schulbücher an jedem Kapitelende eine Kurzzusammenfassung („Das Wichtigste auf einen Blick“). In den Jahrgangsstufen 9 und 10 findet sich am Ende des Buches eine ausführliche Zusammenstellung des Grundwissens vergangener Jahre. Mit Beginn der Jahrgangsstufe 10 erwerben SchülerInnen zudem eine physikalische Formelsammlung (hier C.C.Buchners Verlag), in der nicht nur Formeln, sondern auch zahlreiche Grafiken und Erläuterungen enthalten sind. Ein Studium der relevanten Seiten ist sicherlich eine sehr lohnende Angelegenheit, insbesondere auch als Vorbereitung auf einen Physikkurs in der Oberstufe.

Last not least: Ein Grundwissen ist stets nur als Minimalbasis für kommende Schuljahre anzusehen. Es genügt alleine nicht, um bei einer Prüfung gute Ergebnisse zu erzielen.

Bezüge zu anderen Disziplinen

In der Physik werden zahlreiche Kompetenzen benötigt, die man vermeintlich anderen Schulfächern zuordnen würde. Eine gute Leistung in diesen anderen Disziplinen ist daher insbesondere bei zunehmendem Fortschritt in der Physik ein nicht zu unterschätzender Parameter. Umgekehrt befruchtet eine intensieve Beschäftigung mit Physik auch den Erfolg in den anderen angeführten Schulfächern.

Erforderlich für die Physik am Gymnasium sind insbesondere Kompetenzen in Term- und Gleichungsrechnung, Exponentialschreibweise für große und kleine Zahlen, Rundungsregeln, direkte Proportionalität, Umgang mit Funktionsgraphen und sichere sinnvolle Bedienung des Taschenrechners. Spätestens ab einschließlich Jahrgangsstufe 10 sollten diese Techniken sicher beherrscht werden. Ab einschließlich Jahrgangsstufe 11 wird der mathematische Kompetenzkanon dann durch Elemente der Differentialrechnung etwas ergänzt.

Viele Aufgaben beginnen mit den Operatoren 'begründe', 'beschreibe', 'bewerte' oder 'diskutiere'. Hintergrund sind die prozessbezogenen Kompetenzbereiche 'Kommunizieren' und 'Bewerten'. Bei der Wertung dieser Art von Aufgaben wird (auch im Abitur) nicht nur das Auffinden einer Lösung, sondern auch ihre sprachlich korrekte und physikalisch schlüssige Formulierung berücksichtigt.

Zielt eher auf die Zeit nach dem Abitur. Englisch ist derzeit und absehbar auch in naher Zukunft die Fachsprache Nummer 1 in der Physik. Dies betrifft zum Teil auch bereits die entsprechenden Studiengänge an der Universität.

Teilweise parallele Behandlung von Unterrichtsinhalten im Bereich der Atomphysik.

Benötigt werden grundlegende Fertigkeiten im Umgang mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware. Ab dem Studium ist Informatik ein wesentlicher Aspekt physikalischen Arbeitens.

Zentraler Hintergrundaspekt physikalischen Arbeitens ist die Fähigkeit zur logischen Abstraktion und zur Reflektion. Auch wenn Physik als eine Naturwissenschaft gehandelt wird, stellt dies eine Brücke zu allen Geisteswissenschaften dar.