Deutsch - Wettbewerbe
Routinierte Profis und neue Talente bei Jugend Debattiert
Yannik Klostermeier (10f) und Christina Barthel (9e) gewinnen Jugend Debattiert in der Altersstufe I, Anna Stegmaier (Q12) und Junis Satti (11a) werden das DBG in der Altersstufe II auf Regionalebene vertreten

Sachlich und freundlich, dabei überzeugend und fachkundig eine Meinung zu vertreten, ist eine Schlüsselkompetenz, die einem viele Türen öffnet. Dass dies auch sehr erfolgreich trainiert werden kann, haben unsere erfolgreichen Teilnehmer bei Jugend Debattiert auch dieses Jahr wieder bewiesen.
Soll es einen alljährlichen Schüleraustausch zwischen alten und neuen Bundesländern geben? Sollen Schülerinnen und Schüler ihre Schule selbst putzen? Soll für das Fahren von E-Scootern eine Führerscheinpflicht gelten?
Diese Themen beschäftigten die Schülerinnen und Schüler am 17.12.2025 auf der Schulebene des Bundeswettbewerbs Jugend Debattiert.
Debattantinnen und Debattanten der Altersgruppen 1 (9./10.) und 2 (11.-Q13) trafen aufeinander, um vor einer ausgebildeten Jury von Schülern und jeweils einer Lehrkraft gegeneinander anzutreten. Dass dieses „Gegeneinander“ des Wettbewerbs nicht ohne ein kommunikatives „Miteinander“ funktionieren kann, ist der wohl wichtigste Lernaspekt bei „Jugend Debattiert“. Denn nicht nur Sachkenntnis, Überzeugungskraft und sprachliche Ausdrucksfähigkeit werden bewertet, sondern auch die Gesprächsfähigkeit. Wie genau wird den Kommunikationspartnern zugehört, werden deren Argumente aufgegriffen, wird respektvoll und wertschätzend kommuniziert? Abzüge gibt es nicht nur fürs Aneinander-vorbei-Reden, sondern auch für zu scharfe Attacken oder mangelnden Blickkontakt. Im Zweifelsfall, bei sonstigem Gleichstand, ist es eben diese Gesprächsfähigkeit, die den Ausschlag gibt. Dies und alle anderen Regeln haben die Jurorinnen und Juroren, Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte gemeinsam, in einer dreistündigen Schulung am 9. Dezember gelernt. Auch sie haben sich auf die Themen vorbereitet, beobachten genau – und geben nach den Qualifikationsrunden der Hin- und Rückrunde, in denen jeder einmal pro und einmal kontra debattiert, den Debattantinnen und Debattanten jeweils konstruktives Feedback, bevor es ins Finale geht. Die Position in den Debatte wird erst unmittelbar vorher bekanntgegeben. Man muss also auch in der Lage sein, selbst dann überzeugend einen Standpunkt vertreten zu können, wenn dieser der eigenen privaten Meinung nicht völlig entspricht. Die vorzubereitenden Themen erhalten die Jugendlichen zehn Tage vor dem Wettbewerb und die Grundlagen des Debattierens werden von allen 9. Jahrgangsstufen in einer mehrwöchigen Unterrichtsphase eingeübt, an deren Ende eine mündliche Schulaufgabe in Form der Debatte und anschließend ein klasseninterner Wettbewerb steht.
In der Altersgruppe I (9./10. Jahrgangsstufe) konnten das Finale Yannik Klostermeier (10f) auf Platz 1 und Christina Barthel (9e) auf Platz 2 für sich entscheiden – kurz vor Emilia Stegmaier (9d) und Florentine Laurien (9c) auf dem dritten und vierten Platz.
In der Altersgruppe II mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der 11. bis 13. Jahrgangsstufe treten für das DBG auf Platz 1 Anna Stegmaier (Q12), die den meisten als letztjährige Gewinnerin des Mittelfrankenwettbewerbs und Finalistin der Bayernebene und zuvor schon 2022 und 2023 Mittelfrankenfinalistin in Erinnerung sein dürfte, und unser Schulsieger von 2023/24 und Mittelfranken-Finalist Junis Satti (11a) auf Platz 2. Der dritte und vierte Platz geht an Luca Gräf (Q12) und Tom Anschütz (Q12), unsere Schulsieger von 2022.
Die ersten und zweiten Sieger der beiden Altersgruppen werden am 25. Februar am mittelfränkischen Regionalwettbewerb in Neustadt an der Aisch teilnehmen. Als potentielle Nachrücker dürfen die Dritt- und Viertplatzierten mitfahren. Unsere schon auf Regionalebene erfahrenen Jurorinnen Emma Pfeffer(Q12) und Erika Weber (11e) werden wohl wieder mit dabei sein - und Ellen Engel (ebenfalls 11a). In der Altersstufe 1 wurde der Schulwettbewerb von einer urteilssicheren Gruppe aus neu ausgebildeten und bereits erfahrenen Jurorinnen und Juroren getragen, und zwar von Johanna Fischer und Alexander Klenke (beide 9b), Hannah Barthel, Phil Laurien und Damian Juchem (alle drei 9c), Johann Straube und Noah Gräf (beide 9f), Sophie Wagner, Dorothea Ganter und Maximilian Behm (alle drei 10a).
Weitere Klassensiegerinnen und -sieger der 9. Klassen, die im Schulwettbewerb antraten, waren Sophia Stingl, Lea Litke und Lina Dürst (9b, einschließlich Nachrückerin), Misbah Mohiuddin und Ralf Botar (beide 9d). Lampros Zarapatsanis (9e), Milla Krog und Sarah Rech (9f).
Denjenigen, die sich auf der Regionalebene durchsetzen, winkt dann die Teilnahme am Landeswettbewerb in München, deren Gewinner schließlich vom Bundespräsidenten, dem Schirmherren von Jugend Debattiert, zusammen mit den Siegern der anderen Bundesländer zur Endausscheidung in den Bundestag nach Berlin eingeladen werden.
Text: Angelika Blendinger-Weiß
Foto: Ben Arslan und Lasse Heydt (beide 11d)
67. Vorlesewettbewerb 2025/26
Lucia Kischkel gewinnt den Schulentscheid am DBG als beste Vorleserin
Am Freitag, den 12.12.2025 wurde der Vorlesewettbewerb der 6. Klassen am DBG durchgeführt. In zwei Runden trugen die Klassensiegerinnen und -sieger zunächst einen selbst ausgewählten Text und anschließend einen Fremdtext vor. Dabei konnte sich Lucia Kischkel, aus der Klasse 6c, im diesjährigen Vorlesewettbewerb gegen Gustav Wagner (6a), Jonas Schmidt (6b), Emely Bradaric (6d), Oskar Mahlmann (6e) und Emil Bidner (6f) durchsetzen. Sie erhielt für ihre hervorragend Leistung einen Buchpreis und zieht nun im Februar 2026 in die nächste Wettbewerbsrunde auf regionaler Ebene ein.
Mit Engagement und Lesefreude waren die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 a-f am Start und begeisterten ein kleines Publikum, das aus Mitschülerinnen und Mitschülern bestand, mit spannenden Auszügen aus ihren Lieblingsbüchern. Bewertet wurden Lesetechnik, Interpretation und Textstellenauswahl. Letztlich überzeugte Lucia die Jury in allen Kategorien und zudem besonders durch ihren lebendigen Vortrag des Fremdtextes.
Ein großer Dank gilt nicht nur dem aufmerksamen Publikum, sondern auch den Mitgliedern der Jury, Anna Sawadski, Erika Weber und Julian Steiner aus der Klasse 11e. Zudem bedanken wir uns für die Finanzierung der Preise durch den Verein der Freunde sowie die Fachschaft Deutsch.
Katrin Förster und Franziska Nardini
Erfolg auf der Bayernebene von Jugend debattiert: Anna Stegmaier (11a) sichert sich den 3. Platz
Zweimalige Mittelfrankenerste erklimmt auch im Landtag das Siegertreppchen
Einen weiteren beachtlichen Erfolg kann Anna Stegmaier (11a) für sich verbuchen. Im Finale des bayerischen Landeswettbewerbs am 8.4. erzielte die erstplatzierte Mittelfrankensiegerin im Plenarsaal des Maximilianeums in München den dritten Platz in der Altersstufe II (11. bis 13. Jgst.). Herzlichen Glückwunsch!
Ihr Argumentationsgeschick bewies Anna in drei Debatten zu den Themen: „Soll die Anzahl öffentlich-rechtlicher Fernseh- und Radioprogramme reduziert werden?“, „Soll in Deutschland eine Versicherungspflicht für Elementarschäden eingeführt werden?“ und „Sollen Straßen, Brücken und Plätze, deren Namen einen militärischen Bezug aufweisen, umbenannt werden?“
Außerdem noch interessant:
Emma Pfeffer (ebenfalls 11a) und ich (Blendinger-Weiß) waren in den Vorrunden, die am Pestalozzi-Gymnasium und am Theresien-Gymnasium in München stattfanden, als Jurorinnen eingesetzt. Natürlich waren wir aber bei Debatten, an denen Anna beteiligt war, nicht in der Jury. Wir wären ja auch voreingenommen gewesen!
Zur Vorbereitung auf den Landeswettbewerb besuchte Anna vom 19. bis 22. März das Regionalsieger-Seminar in Eichstätt, wo sie mit den Siegern der anderen Regionen unter der Anleitung von Alumni der vergangenen Wettbewerbe trainierte.
In der Altersstufe I (8. bis 10. Klasse) wurden ebenfalls spannende Themen debattiert: „Soll ein generelles Verbot für die Nutzung digitaler Endgeräte an Grundschulen gelten?“, „Sollen an ausgewählten Fernverkehrsbahnhöfen Sicherheitskontrollen wie am Flughafen durchgeführt werden?“ und „Soll eine Pflicht zur Blutspende eingeführt werden?“
In den Finaldebatten (Altersstufe I und II) waren jeweils beide mittelfränkischen Siegerinnen und Sieger vertreten. Die Hälfte der Bayern-Finalisten waren somit Mittelfranken!
Text und Fotos: Angelika Blendinger-Weiß (Koordination Jugend Debattiert)
Anna Stegmaier - strahlende Siegerin der Regionalebene von Jugend Debattiert
Anna Stegmaier (11a) gewinnt abermals die Mittelfrankenebene von Jugend Debattiert
Das ist eine Sensation! Anna Stegmaier (11a) setzte sich am 12.2.2025 in Neustadt a.d. Aisch das zweite Jahr in Folge auf der Regionalebene des Bundeswettbewerbs Jugend debattiert gegen die Schulsieger aus allen übrigen teilnehmenden Schulen in Mittelfranken durch und erzielte den 1. Platz in der Altersgruppe 2 (11./12. Jahrgangsstufe). Sie wird nun am 8.4. auf Bayernebene in München im Plenarsaal des Landtages debattieren.
Ebenfalls auf Regionalebene debattierten heute Luca Gräf (Q12), Lucia Ziegler (9b) und Lena Hutfles (9f).
Emma Pfeffer (11a) und Esra Ersezen (11d) bewiesen sich als urteilssichere Jurorinnen in den Debattenrunden der Altersgruppe 2, Judith Baumgart (10b), Maria Hager (10a) und Erika Weber (10e) waren in der Jury für die Mittelstufe eingesetzt und schließlich auch ich (BLW) sowohl in den Vorrunden als auch im Finale – wobei natürlich die Jury der jeweiligen Viererdebatte niemanden aus der Schule einer der Debattanten enthalten darf!
Debattiert wurden in den Vorrunden der Mittelstufe die Themen „Soll eine Kennzeichenpflicht für Fahrräder eingeführt werden?“ und „Soll das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten werden?“. In den Vorrunden der Oberstufe stand zur Debatte ob „Pyrotechnik in Fußballstadien erlaubt werden" soll und ob „in Deutschland zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein Dieselverbot eingeführt werden“ soll. Im Finale ging es dann für die Jüngeren darum, ob „Dialekte in der Schule unterrichtet werden“ sollen und für die Älteren um die brisante Frage, ob „extreme Parteien von Diskussionsrunden ausgeschlossen werden“ sollen.
Text und Foto: Angelika Blendinger-Weiß (Schulkoordination Jugend debattiert)




