Deutsch - Wettbewerbe

Bundeswettbewerb Jugend debattiert 2023: Gesprächsfähigkeit gewinnt

Anna Stegmaier und Hannah Puscher gewinnen Jugend Debattiert in der Altersstufe I, Luca Gräf und Tom Anschütz in der Altersstufe II

Sachlich und freundlich, dabei überzeugend und fachkundig eine Meinung zu vertreten, ist eine Schlüsselkompetenz, die einem viele Türen öffnet. Dass dies auch sehr erfolgreich trainiert werden kann, haben unsere erfolgreichen Teilnehmer bei Jugend Debattiert auch dieses Jahr wieder bewiesen.

Soll in Deutschland eine „Soziale Pflichtzeit“ eingeführt werden? Soll privates Silvester-Feuerwerk verboten werden? Sollen Angriffe auf Kunstwerke härter bestraft werden?

Diese Themen beschäftigten die Schülerinnen und Schüler am 21.12.2022 auf der Schulebene des Bundeswettbewerbs Jugend Debattiert. Im Mehrzweckraum und in Klassenzimmern des Gymnasiums trafen die Klassen- und Kurssieger der 9., 10. und 11. Jahrgangsstufe aufeinander, um vor einer ausgebildeten Jury von Schülern und jeweils einer Lehrkraft gegeneinander anzutreten. Dass dieses „Gegeneinander“ des Wettbewerbs nicht ohne ein kommunikatives „Miteinander“ funktionieren kann, ist der wohl wichtigste Lernaspekt bei „Jugend Debattiert“. Denn nicht nur Sachkenntnis, Überzeugungskraft und sprachliche Ausdrucksfähigkeit werden bewertet, sondern auch die Gesprächsfähigkeit. Wie genau wird den Kommunikationspartnern zugehört, werden deren Argumente aufgegriffen, wird respektvoll und wertschätzend kommuniziert? Abzüge gibt es nicht nur fürs Aneinander-vorbei-Reden, sondern auch für zu scharfe Attacken oder mangelnden Blickkontakt. Im Zweifelsfall, bei sonstigem Gleichstand, ist es eben diese Gesprächsfähigkeit, die den Ausschlag gibt. Dies und alle anderen Regeln haben die Jurorinnen und Juroren, Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte gemeinsam, in einer dreistündigen Schulung vor dem Wettbewerb gelernt. Auch sie haben sich auf die Themen vorbereitet, beobachten genau – und geben nach den Qualifikationsrunden den Debattantinnen und Debattanten konstruktives Feedback, bevor es ins Finale geht. Die Position in der Debatte wird übrigens zugelost. Man muss also auch in der Lage sein, auch dann überzeugend einen Standpunkt vertreten zu können, wenn dieser der eigenen privaten Meinung nicht völlig entspricht. Die vorzubereitenden Themen erhalten die Jugendlichen zehn Tage vor dem Wettbewerb und die Grundlagen des Debattierens werden von allen 9. Jahrgangsstufen in einer mehrwöchigen Unterrichtsphase eingeübt, an deren Ende eine mündliche Schulaufgabe in Form der Debatte und anschließend ein klasseninterner Wettbewerb steht.

In der Altersgruppe I (9. Jahrgangsstufe) konnten das Finale Anna Stegmaier auf Platz 1 und Hannah Puscher auf Platz 2 für sich entscheiden – kurz vor Emma Löbbermann und Philine Leger auf dem dritten und vierten Platz.

Das Finale der Altersgruppe II mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der 10. und 11. Jahrgangsstufe gewannen Luca Gräf auf Platz 1 und Tom Anschütz auf Platz 2. Den dritten Platz belegte Rieka Klaiber und Jakob Niederlich den vierten.

Die ersten und zweiten Sieger der beiden Altersgruppen werden am 15. Februar am mittelfränkischen Regionalwettbewerb in Neustadt an der Aisch teilnehmen. Als potentielle Nachrücker fahren die Dritt- und Viertplatzierten mit und auch Jurorinnen und Juroren des DBG werden auf Regionalebene eingesetzt. Denjenigen, die sich auf Regionalebene durchsetzen, winkt dann die Teilnahme am Landeswettbewerb in München, deren Gewinner schließlich vom Bundespräsidenten, dem Schirmherren von Jugend Debattiert, zusammen mit den Siegern der anderen Bundesländer zur Endausscheidung in den Bundestag nach Berlin eingeladen werden.

 Text: Angelika Blendinger-Weiß

Jugend Debattiert Regionalwettbewerb 2022

Digital - aber nicht minder spannend!

Unsere DBG-Schulsieger im Debattieren, Tom Anschütz (9d) und Luca Gräf (9a), trafen am 17.2.2022 in einem spannenden Wettbewerb auf den Rest des wortgewaltigen Mittelfrankens. Normalerweise schwirrt ja das Pädagogische Zentrum in Neustadt an der Aisch zum Regionalwettbewerb wie ein Bienenstock und unter den Augen von Juroren, Zuschauern und der Presse liefern sich die besten Debattierer aller Schulen des Regierungsbezirks ein fulminantes Debattenfeuerwerk.

Heute hingegen war das Ganze etwas ruhiger geraten. Coronabedingt traf man sich im Netz und debattierte vom heimischen Schreibtisch aus. Das tat den Debatten inhaltlich allerdings keinen Abbruch und so wurde es ein sehr abwechslungsreicher Nachmittag und Abend.

Tom nahm in der ersten Qualifikationsrunde zum Thema „Sollen unsere Schulen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wieder geschlossen werden?“ die Kontra-Position ein und debattierte an der Seite von Gunzenhausen gegen Debattanten aus Erlangen (Fridericianum) und Nürnberg (Willstätter). Luca hingegen wurde die Befürworter-Rolle zugeteilt und er trat zusammen mit seinem Partner aus Neustadt gegen Herzogenaurach und Schwabach an.

Die zweite Debattenrunde war der Frage gewidmet: „Soll die Verwendung von Heizstrahlern in der Außengastronomie verboten werden?“ Hier traf Tom in der Pro-Position auf Ansbach (Platen), Erlangen (Fridericianum) und Nürnberg (diesmal Dürer). Luca wurde die Kontra-Position zugeteilt und er debattierte an der Seite des Fridericianums gegen das Platen und Schwabach.

Das Finale schließlich, zum Thema „Soll der Verkauf von Spielzeug-Schusswaffen an Kinder verboten werden?“ konnte letztendlich Ben D. vom Friedrich-Alexander-Gymnasium aus Neustadt an der Aisch für sich entscheiden – und in der Final-Jury saß unser Nick Rohmer (9d).

Nicht nur debattierend waren Schüler des DBG nämlich vertreten. Rieka Klaiber und Nick Rohmer (beide 9d) waren mit der schwierigen und verantwortungsvollen Aufgabe des Jurierens betraut worden.

Für Ben aus Neustadt geht es nun auf der Bayern-Ebene weiter, aber auch für Tom, Luca und alle anderen, die sich für das Debattieren interessieren, ist "Jugend debattiert" noch lange nicht vorbei, denn nächstes Jahr besteht natürlich die Möglichkeit, erneut zum Wettbewerb anzutreten – dann in der Altersgruppe II und hoffentlich wieder auf einer echten Bühne!

Angelika Blendinger-Weiß
(Schulkoordination "Jugend debattiert")

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen am DBG 2022

"Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel… und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen." Walt Disney

Das Lesen ist und bleibt trotz der steigenden Bedeutung digitaler Medien eine zentrale Kulturtechnik, die nicht nur für den schulischen Alltag unabdingbar ist, sondern ein Tor in fremde und faszinierende Welten öffnet. Und obgleich das Lesen für viele eine private Angelegenheit darstellt und eine Oase der Entspannung nach einem langen Tag bietet, finden seit jeher Lesungen aus Werken verschiedener Genres statt (man beachte hierzu auch die Vergrößerung des Marktes für Audiobooks), da es Personen unter uns gibt, die aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten beim Vorlesen in der Lage sind, andere um sie herum den Alltag vergessen zu lassen und sie gleichsam auf eine Reise einzuladen.

Dass hierzu nicht zwingend langjährige Erfahrung notwendig ist, bewiesen in diesem Jahr erneut die sechs Klassensieger*innen am 12.12.2022, die nach den bereits im Vorfeld durchgeführten Klassenentscheiden in einem Wettbewerb vor Publikum und einer Jury, bestehend aus Frau Kositz, Frau Flepsen und Frau Draper, gegeneinander antraten, um zwei Vertreter*innen für die nächste Stufe des Wettbewerbs, den Kreisentscheid, zu küren. In einer ersten Runde wurden hierbei selbstgewählte Texte vorgetragen, die zuhause vorbereitet und erprobt werden konnten. Nach sechs sehr abwechslungsreichen und ansprechenden Vorträgen wurden durch einen bisher unbekannten Text aber auch die Fähigkeit abgeprüft, sich spontan in ein Werk einzufinden, in Charaktere hineinzudenken und deren Emotionen anhand des Vortragsstils zu vermitteln. Zentrale Bewertungskriterien stellten hierbei neben der Sicherheit und dem Lesefluss auch der Ausdruck, die Modulation oder das stimmliche Transportieren von Emotionen dar.

Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei den Antretenden bereits um die Klassensieger*innen handelte, ließ sich ein durchgehend hohes Niveau feststellen, sodass sich die Entscheidungsfindung für die Jury nicht leicht gestaltete. Dennoch konnten sich nach einer Beratungsphase Julia Edel (6c) und Kate Chaddock (6h) durchsetzen, die das DBG nun beim Kreisentscheid vertreten werden – hierfür wünscht ihnen die gesamte Schulfamilie alles erdenklich Gute. Dank ergeht aber selbstverständlich auch an die Jury, das P-Seminar von Herrn Horn und Frau Draper, die sich um Fotos kümmerten, sowie den Verein der Freunde, der die Kosten für die Preise übernahm.

Letzten Endes blicken alle Beteiligten auf eine gelungene Veranstaltung zurück, sodass die Vorfreude auf nächstes Jahr groß ist.

Klassensieger*innen:

6a:  Phil Laurien

6b:  Nadine Fischer

6c:  Julia Edel

6d: Valentina Jakoliš

6e: Sophia Stingl

6f: Leon Forster

6g: Milla Krog

6h: Kate Chaddock

Schulsieger*innen:

6c: Julia Edel

6h: Kate Chaddock

 

Text: Christian Roth